Echspedition – Reptilien an dem Kaiserstuhl
Reptilien an dem Kaiserstuhl zu beobachten ist unsere Leidenschaft. Im sonnigen Südwesten gedeihen nicht nur beste Weine, auch einige Reptilien sind hier anzutreffen. Die gesamte Kaiserstuhlregion umfasst ungefähr 150 Quadratkilometer. Es handelt sich dabei um mehrere erloschene Vulkane, wie man mancherorts unschwer erkennen kann.

Unser Tagesausflug am Karfreitag führte uns in die Kaiserstuhlregion. Bekannt als Lebensraum der westlichen Smaragdeidechse. Diese große Eidechse ist auch schon so früh im Jahr in schönem grün gefärbt. Gleich zu Beginn unserer Echspedition konnten wir eine Schlingnatter finden. Diese kleine Schlange kommt in fast ganz Deutschland vor. Sie ernährt sich fast ausschließlich von Reptilien. In der Morgensonne konnten wir sie nur wenige Meter entfernt von einer Smaragdeidechse antreffen.

Die westliche Smaragdeidechse ist vielerorts an Wegrändern anzutreffen. Oft liegen sie sogar auf diesem, um sich in den Morgenstunden in der Sonne aufzuheizen. Im späteren Jahresverlauf wird es immer schwieriger diese zu finden. Zu gut ist das smaragdgrüne Schuppenkleid im Gras und den Blättern getarnt. Im vergangenen Coronasommer konnten wir an einem Tag mehr als 70 dieser stattlichen Echsen zählen. Am Karfreitag waren es bei windigen und mäßigen 13° C lediglich 12 Smaragdeidechsen, die wir zählen konnten.

Reptilien an dem Kaiserstuhl – schwarze Mauereidechsen

In der Region kann man verschiedene Mauereidechsenbestände aufsuchen. Podarcis muralis brongniardii ist in dieser Region Deutschlands natürlich verbreitet, bei Ihringen wurden auch in den 1990er Jahren Mauereidechsen von der Mosel freigelassen und somit illegal angesiedelt. An einigen Stellen kann man auch schwarze Mauereidechsen antreffen. Ein Bestand an einem See ist aufgrund vieler Merkmale sicher eingeschleppt oder ausgesetzt und sicher nicht heimisch.

Zauneidechsen an den Wegrändern
Die Zauneidechse ist auch in der Kaiserstuhlregion weit verbreitet. Auch komplett grün gefärbte Männchen können mancherorts angetroffen werden. Es handelt sich hierbei um die Nominatform der Zauneidechse.

Amphibien gibt es trotz der Wärme auch am Kaiserstuhl. Am Karfreitag konnten wir auf weniger als einem Quadratmeter zwei Seefrösche, ein Zauneidechsenmännchen und drei Mauereidechsen antreffen.

Ringelnatter und Blindschleiche kommen hier auch vor, diese beiden Arten konnten wir am Karfreitag 2021 leider nicht finden. Das ist ein Grund erneut eine Echspedition zu unternehmen.

Auch in unserem Buch „eingeborene und reingeschmeckte Reptilien Deutschlands“ zeigen wir viele Smaragdeidechsen, Mauereidechsen und Zauneidechsen.

Wenn ihr mehr über uns und unsere Reptilien erfahren wollt, ist der folgende Link interessant: die-echsperten.de

1 Kommentar
Schöne Naturaufnahmen die ihr da gemacht habt. Ich selbst war nur zwei mal am Kaiserstuhl. Das erste mal extra wegen der Smaragdeidechsen. Nach über einer Stunde als wir ganz unten in der Nähe des Parkplatzes ankamen, entdeckte meine Frau eine, die an einer Betonmauer völlig ohne Deckung hing. Sie ließ uns auch noch Zeit für ein paar Fotos bevor sie dann verschwand. Das Zweite mal hatten wir etwa 10 Smaragdeidechsen gesehen. Das war weil wir in der Nähe vom Camping dort mal Wandern gingen.
Unter eurem Bild der Schlingnatter habt ihr den lateinischen Namen der westl. Smaragdeidechse geschrieben. Das sollte mal geändert werden. Und bei der Zeckenbehangenen Smaragdeidechse würde ich mir keine Gedanken machen, denn ich habe über einige Jahre eine Zauneidechse beobachtet, die manchmal weniger und manchmal sogar mehr Zecken hatte. Sie hat das ja auch überlebt. Leider ist das Bild zu klein um den Schorf zwischen den Hinterbeinen genauer zu betrachten. Dieser Schorf kann aber auch von einem zu heftigen Paarungsbiss entstanden sein. Sowas hatte ich auch nur bei den weiblichen Zauneidechsen gesehen, was sie aber auch locker über Jahre überlebt hatten.