
Die Flucht ins Wasser von Timon lepidus wurde bislang noch nicht dokumentiert. Vor kurzem haben wir bereits die Flucht einer melanistischen Perleidechse in die Wasserschale fotografisch festhalten. Gestern wurde dieselbe Schale von einer unserer normalgefärbten Perleidechsen erneut als Fluchtversteck genutzt.
Die Fluchtdisztanz unserer Perleidechsen ist in der Haltung im Garten deutlich höher als im Zimmerterrarium. Die Tiere zeigen bei Zimmerhaltung keinerlei Scheu, im Gegenteil: hier sind sie sogar sehr neugierig. Beim Betreten der Räume kommen sie aus ihren Verstecken und warten auf Futter.
Im Aussenterrarium ändert sich dieses Verhalten gänzlich. Bei einer Annäherung unter 5 Metern verschwinden sie in den Verstecken. Wir doch mal eine Echse überrascht flüchtet sie sofort nach Erkennen des Fremdlings. Der natürliche Fluchtinstinkt scheint in der Freilandhaltung geweckt zu werden.

Das Flüchten von Lacerta schreiberi in die kühlen Bergbäche oder Zootoca vivipara ins kalte und an Huminsäuren reiche Moorwasser ist mehrfach dokumentiert. Auch wir selbst konnten dies schon des Öfteren beobachten. Auch eine weibliche Zauneidechse konnten wir schon beim Sonnenbad im Wasser antreffen.

Auch bei Timon lepidus konnten wir nun die bewusste Flucht ins kühle Nass nachweisen und auch dokumentieren.
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